Eigener Transporter oder Spedition? Versandkosten ehrlich vergleichen
Was eine Lieferung mit dem eigenen Fahrzeug wirklich kostet, wann der Versanddienst günstiger ist, und wie Sie Frachtrechnungen auf zu viel Berechnetes prüfen.
„Das fahren wir selbst, der Transporter steht ja eh da.“ Dieser Satz fällt in vielen Betrieben, und oft stimmt er nicht. Der Transporter steht da, aber er braucht Diesel, verschleißt Reifen, und am Steuer sitzt jemand, dessen Stunden auch etwas kosten. Ob die eigene Fahrt oder der Versanddienst günstiger ist, lässt sich ausrechnen, wenn man alle drei Posten zusammenzählt.
Was die eigene Fahrt kostet
Für jede Lieferung mit dem eigenen Fahrzeug rechnet das Modul Versand & Logistik von Blina Desk drei Posten:
- Energie: Kilometer mal Verbrauch mal Preis, je Liter oder je Kilowattstunde;
- Fahrzeug: Kilometer mal Kosten je Kilometer für Verschleiß, Reifen, Wartung und den Anteil am Fahrzeug selbst;
- Fahrer: Stunden mal Stundensatz. Die Stunden ergeben sich aus der Strecke, einer Durchschnittsgeschwindigkeit und einer Standzeit je Halt.
Die Kilometer sind Straßenkilometer, auf Wunsch mit Hin- und Rückfahrt; antwortet der Kartendienst nicht, rechnet das Programm mit der Luftlinie und sagt es dazu. Fehlt eine Angabe, zum Beispiel der Verbrauch, schätzt das Programm nicht, sondern sagt, was fehlt.
Der Vorschlag mit Begründung in Zahlen
Unter „Zu versenden“ stehen die eigene Fahrt und die Versanddienste mit ihren Tarifen nebeneinander. Vorgeschlagen wird die günstigste Möglichkeit, die rechtzeitig ankommt, und zwar mit dem Grund in Zahlen: welches Angebot, wie viele Kilometer, wie viel gespart wird. Liegen zwei Möglichkeiten nah beieinander, steht dort „ähnliche Kosten“, und Sie entscheiden. Eine Möglichkeit, die nach dem zugesagten Termin ankäme, gilt als zu langsam.
Passt eine Lieferung auf eine Tour, die ohnehin fährt, zählt nur der Umweg.
Touren mit mehreren Halten
In der Tourenplanung legen Sie fest, welche Sendungen ein Fahrzeug an einem Tag mitnimmt. „Reihenfolge optimieren“ sucht eine möglichst kurze Reihenfolge der Halte (bei bis zu acht Halten die kürzeste) und zeigt, von wie vielen auf wie viele Kilometer die Strecke sinkt. Für den Fahrer gibt es eine Ladeliste und einen Fahrauftrag zum Ausdrucken, mit einer Spalte für die Unterschrift des Empfängers.
Frachtrechnungen prüfen
Wer mit Versanddiensten arbeitet, bekommt Sammelrechnungen mit vielen Zeilen. Blina Desk vergleicht jede Zeile mit dem, was nach Ihrem Tarif geschuldet ist. Eine Zeile ist erst in Ordnung, wenn sie auf den Cent stimmt. Was darüber liegt, erscheint unter „Zu viel berechnet“; Sie können die Zeile reklamieren, und eine Gutschrift des Versanddienstes können Sie ihr zuordnen.
Was der Versand vom Gewinn übrig lässt
Die Versandkosten fließen in den Auftrag ein: In der Kalkulation steht der Deckungsbeitrag nach Versand. So sieht man, ob ein Auftrag mit kostenloser Lieferung noch etwas einbringt. Die Auswertungen zeigen Kosten je Versanddienst, Kunde und Fahrzeug, die Pünktlichkeit und wo vom Vorschlag abgewichen wurde und was das gekostet hat.
Kurz gesagt
Die eigene Fahrt ist nicht kostenlos, nur weil der Transporter schon da ist. Wer Energie, Fahrzeug und Fahrer zusammenzählt und mit dem Tarif des Versanddienstes vergleicht, entscheidet jede Lieferung mit Zahlen statt mit Gewohnheit. Wie das aussieht, zeigt die Seite des Moduls Versand & Logistik, und Sie können es 30 Tage kostenlos testen.