← Zurück zum Blog
Preise

Software-Kostenmodelle im Vergleich: pro Nutzer, Flat oder Modul

Die drei Kostenmodelle für Unternehmenssoftware im Vergleich: pro Nutzer, Flat pro Firma, pro Modul. Mit den versteckten Kosten und einer Rechnung über zwölf Monate.

Von
Blina Desk
Veröffentlicht
Min. Lesezeit
7
  • preise
  • strategie
  • kmu

Bei der Wahl einer Unternehmenssoftware geht es nicht nur um Funktionen. Das Erste, was ein KMU stoppt, ist der Preis – und der ist fast immer so formuliert, dass er niedriger wirkt als das, was Sie tatsächlich zahlen.

Dieser Artikel vergleicht die drei Kostenmodelle, die Sie am Markt antreffen, listet die Posten auf, die in keinem Angebot stehen, und gibt Ihnen eine Methode, um zwei Anbieter ehrlich gegeneinander zu rechnen. Ohne Marketinggeschwafel.

Die drei Kostenmodelle am Markt

Pro Nutzer

Sie zahlen eine monatliche Gebühr für jede Person, die die Software nutzt. Das verbreitetste Modell in modernen CRMs und Unternehmenssuiten. Der Vorteil: Es wächst mit Ihnen. Zwei Personen zahlen wenig, zwanzig zahlen mehr.

Das Risiko zeigt sich, wenn der Nutzerpreis hoch ist und viele Mitarbeiter das System nur selten anfassen — der Lagerist, der zweimal pro Woche einen Beleg sucht, kostet so viel wie die Buchhalterin, die den ganzen Tag darin arbeitet. Fragen Sie deshalb, ob es Lese- oder Teilzugriffe zu geringeren Konditionen gibt.

Flat pro Firma

Sie zahlen einen festen Betrag für die ganze Firma, egal wie viele Sie sind. Klingt bequem, birgt aber zwei Fallen: Oft gibt es versteckte Grenzen — Anzahl Datensätze, Dokumente, Speicher, Module — und fast immer eine Einrichtungsgebühr oder einen verpflichtenden Jahresvertrag.

Eine wirklich unbegrenzte Flatrate gibt es im KMU-Umfeld praktisch nicht. Die entscheidende Frage lautet: Was passiert, wenn ich die Grenze überschreite? Kostet die nächste Stufe das Doppelte, war die Flat nur die Eintrittskarte.

Pro Modul

Sie zahlen nach den Funktionen, die Sie aktivieren: CRM, Lager, Buchhaltung und so weiter. Das ist ehrlich, weil Sie nur zahlen, was Sie nutzen – wird aber schnell teuer, sobald Sie mehrere Bereiche brauchen. Rechnen Sie vier oder fünf Module zusammen, steigt die Rechnung rasch.

Die Falle hier heißt Abhängigkeitskette: Modul A funktioniert erst richtig, wenn auch B aktiv ist. Lassen Sie sich vor der Unterschrift bestätigen, welche Module Ihr konkreter Ablauf tatsächlich benötigt.

Die versteckten Kosten, die in keinem Angebot stehen

Das ist der Teil, nach dem am häufigsten gesucht wird — und der in Preislisten praktisch nie auftaucht:

Einrichtung und Onboarding. Einmalig, aber manchmal in der Größenordnung mehrerer Monatsgebühren. Fragen Sie, ob sie verpflichtend ist.

Datenmigration. Der Import Ihrer bestehenden Kunden, Artikel und Belege wird oft als Dienstleistung berechnet. Nach Aufwand kalkuliert ist das ein offener Posten.

Schulung. Nicht nur der Kurs, sondern die Arbeitszeit Ihres Teams währenddessen.

Zusätzliche Nutzer im Jahresverlauf. Sie rechnen mit fünf und sind im November zu acht. Der Preis pro Nutzer entscheidet dann über einen erheblichen Teil der Jahresrechnung.

Speicher über dem Kontingent. Besonders relevant, wenn Sie Dokumente und Belege im System ablegen.

Schnittstellen. Die Anbindung an Steuerberater, Shop oder Bank ist manchmal ein kostenpflichtiges Add-on.

Support. In manchen Modellen ist nur die E-Mail-Antwort in 48 Stunden inklusive; alles Schnellere kostet extra.

Ausstiegskosten. Der Punkt, an den niemand beim Kauf denkt: Bekommen Sie Ihre Daten vollständig und in einem brauchbaren Format wieder heraus — und kostet das etwas? Ein Anbieter, der den Export berechnet, hat Sie stärker gebunden, als der Vertrag vermuten lässt.

Preisanpassung bei Verlängerung. Fragen Sie nach, wie sich der Preis im zweiten Jahr entwickelt. Ein günstiger Einstieg mit kräftiger Anhebung danach ist ein verbreitetes Muster.

So berechnen Sie die echten Kosten

Der Schaufensterpreis ist nicht der Kostenpreis. Um zwei Angebote ehrlich zu vergleichen, addieren Sie über ein ganzes Jahr:

  • Grundgebühr (pro Nutzer oder Flat)
  • Module oder Add-ons, die Sie wirklich brauchen
  • Einrichtung und Onboarding
  • Migration und Schulung
  • Zusätzliche Nutzer, die in den nächsten 12 Monaten dazukommen
  • Speicher und Schnittstellen über dem Grundpaket
  • Ausstiegskosten: Export, Vertragsbindung

Die Faustregel: Fragen Sie immer nach den Gesamtkosten über 12 Monate für Ihr reales Szenario — Ihre Mitarbeiterzahl, Ihre Module — nicht nach dem Preis eines einzelnen Postens. Das ist die einzige Zahl, die zwei Angebote vergleichbar macht.

Zwei Angebote, ein Beispiel

Fünf Personen, zwei Fachbereiche. Anbieter A wirbt mit 12 € pro Nutzer, Anbieter B mit 19 €.

Bei A kommen eine einmalige Einrichtung, ein Aufpreis für den zweiten Fachbereich und ein Speicherpaket hinzu; bei B ist beides enthalten. Über zwölf Monate kehrt sich die Reihenfolge um — und zwar nicht wegen eines Tricks, sondern weil der beworbene Preis bei A nur einen Teil des Leistungsumfangs abdeckt.

Deshalb ist die Rechnung über zwölf Monate kein Misstrauen, sondern die einzig sinnvolle Vergleichsbasis.

Die Fragen vor der Unterschrift

  1. Was zahle ich in 12 Monaten bei meiner realen Nutzerzahl und meinen Modulen?
  2. Ist die Einrichtung verpflichtend, und was kostet sie?
  3. Was passiert beim Überschreiten von Grenzen (Nutzer, Speicher, Datensätze)?
  4. Wie entwickelt sich der Preis bei der Verlängerung?
  5. Kann ich monatlich kündigen oder binde ich mich für ein Jahr?
  6. Bekomme ich meine Daten vollständig wieder heraus, in welchem Format, zu welchem Preis?
  7. Was ist im Support enthalten?

Ein Anbieter, der diese sieben Fragen ohne Umschweife beantwortet, ist meistens auch der, dessen Rechnung Sie im zweiten Jahr nicht überrascht.

Das Paketmodell von Blina Desk

Blina Desk nutzt ein Pro-Nutzer-Modell mit einer Paketlogik, die berechenbar bleiben soll. Keine Einrichtungsgebühren, 30 Tage Testphase, Server in der EU, DSGVO-konform. Blina AI ist kostenlos enthalten; die PRO-Version ist ein separates Add-on.

PlanMonatspreisJährlich (-20%)Was enthalten ist
Basis19 €/Nutzer15,20 €/NutzerCRM, Suche, OCR, KI inklusive
Einzelmodul29 € fix/Firma23,20 € fix/FirmaEin Fachmodul à la carte
Komplett69 € erster Nutzer + 19 €/weiterer Nutzer55 € + 15,20 €/NutzerAlle Module der Branche

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Basis ist pro Nutzer, wächst also linear mit dem Team. Zweitens: Das Einzelmodul ist ein Festpreis pro Firma (29 €), nicht pro Nutzer, weil Fachmodule auf Firmenebene aktiviert werden, nicht pro Person.

Die Paketlogik: wann sich Komplett lohnt

Fachmodule lassen sich auf zwei Wegen kaufen: einzeln (29 € à la carte) oder alle zusammen im Komplett-Bundle. Sie stapeln nicht Modul für Modul, bis eine Branche gefüllt ist.

Die Rechnung ist linear, ohne versteckte Mengenrabatte:

  • 1 Modul à la carte: 29 €/Monat fix
  • 2 Module à la carte: 58 €/Monat fix
  • Komplett: 69 € erster Nutzer + 19 €/weiterer Nutzer

Ab zwei Modulen wird Komplett zur sinnvollen Wahl: Für 69 € erhalten Sie alle Module Ihrer Branche, nicht nur zwei. Käme ein drittes hinzu, läge der à-la-carte-Preis bei 87 € gegenüber 69 € für den ersten Nutzer bei Komplett – das aber bereits alles enthält. Faustregel: Wenn Sie zwei oder mehr Fachmodule brauchen, prüfen Sie Komplett, bevor Sie à la carte stapeln.

Warum keine Mengenrabatte

Wir haben uns für ein lineares Modell entschieden: Jeder zusätzliche Nutzer kostet gleich viel, es gibt keine Schwellen, die Sie erreichen müssen, um bessere Preise freizuschalten. Das macht Ihr Angebot berechenbar — Sie wissen, was Sie mit 3, 8 oder 15 Personen zahlen, ohne mathematische Verrenkungen. Keine Überraschungen bei der Verlängerung.

Welches Modell wählen

  • Wenige Nutzer, ein Arbeitsbereich → Basis (19 €/Nutzer) reicht; das Wesentliche, gut gemacht.
  • Wenige Nutzer, ein zusätzliches Fachmodul → Basis + 1 Modul à la carte (29 €).
  • Mehrere Arbeitsbereiche (2+ Fachmodule) → Komplett: 69 € für den ersten Nutzer, die ganze Branche inklusive.

Wenn Sie wissen möchten, was Unternehmenssoftware insgesamt kostet — nicht nur das Abo —, finden Sie die Aufstellung im Beitrag Was kostet eine Unternehmenssoftware?

Kurz gesagt

Das eine „beste” Kostenmodell gibt es nicht abstrakt: Es hängt davon ab, wie viele Sie sind und wie viele Bereiche Sie brauchen. Was zählt, ist Berechenbarkeit — heute zu wissen, was Sie in zwölf Monaten in Ihrem realen Szenario zahlen.

Und die verlässlichste Prüfung ist immer dieselbe: Lassen Sie sich die Zahl für zwölf Monate geben, inklusive Einrichtung, Migration und Ausstieg. Wer sie nennt, hat nichts zu verstecken.

Am sinnvollsten ist es, mit Ihren echten Daten zu testen. Die 30-tägige Testphase ist kostenlos und ohne Aktivierungskosten.

Jetzt 30 Tage kostenlos testen →